Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral

Vor der Premiere sprachen wir mit der Schauspielerin und Regisseurin Ila Schöppe aus Buckow.

Frau Schöppe, wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?

Auf dieses Thema muss Mann oder Frau nicht kommen. Man kann nur versuchen davon weg...zu ...kommen... Es begegnet einem ständig und überall. Das Fressen und die Moral.

Was ist das besondere an dieser Szenischen Lesung

Das Besondere an diesem Thema ist, das es wirklich von einem Ernährungstherapeuten einen einschlägigen Vortrag gibt. Der unterbrochen wird von einer Schauspielerin. Der Dipl.-Oecotrophologe M. Klink, er hat 5 Jahre Ernährungstherapie studiert. Das Publikum bekommt 2 sehr entgegengesetzte Darstellungsweisen über das Thema -Fressen- in unserer Gesellschaft an einem Abend zu sehen und zu hören. Viele schauspielerische Szenen lockern das Thema auf, ich bin sicher, es wird den Zuschauern gefallen.

Darf man zu dem Vortrag des Ernährungstherapeuten Fragen loswerden?

Da er ja ein richtiger Ernährungstherapeut ist kann er natürlich auch antworten. Und er wird auf jeden Fall Rede und Antwort stehen. Er therapiert auch wenn nötig und man darf sich einen Termin holen zur Ernährungsumstellung und zur Gewichtsreduktion. Ich bin jetzt schon gespannt.

Was passiert dem Zuschauer wenn er das Schauspiel verfolgt?

Das was immer im Theater passieren sollte. Er bekommt Dinge untersucht und auseinandergepflückt, die er so nicht wahrgenommen hätte... er wird sich und andere wieder finden... lachen... und ... Zeit haben... zu fühlen...

Und die Schauspielerin und der Ernährungstherapeut...funktionieren zusammen?

Ich bin überzeugt, dass sich diese Konstalation sehr reibt und DAS funktioniert.

Lachst Du gern?

Immer...Ich kann mir den Tag ohne Lachen, Witz und Humor nicht vorstellen....
Im THEATERuntendrunter gibt es immer einen Theaterspaß...

Wenn jemand jetzt Lust auf Theater verspürt, muss er bis zum 16. Mai warten?

Nein, bereits am Freitag, den 9. Mai darf auch gelacht werden bis die Tränen kommen. Mit dem Kollegen Hans-Dieter Heiter zeigen wir ebenfalls in einer szenischen Lesung „Love Letters – ein Leben in Briefen“ Und am Samstag, den 10. Mai um 20 Uhr nehmen wir die WEIBER und MÄNNER und das ganze EHEGLÜCK unter die LUPE.... Die Karten können über die Theaterhotline 0 33 4 33 - 57 60 16 oder über das Internet direkt reserviert werden.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück bei der Premiere.

A.Prinz von www.strausberg-live.de

Ölf Propellas

Jazz mit Ölf Propellas am 19.April 2008

 

Kommentare zur Vorstellung: Wieder mal sehr schön...tolle Musik...gut gelaunte Leute...guter Wein...schönes Theater...gute Fotos...DANKE.

Herzlichen Dank war ein wunderschöner Abend.

Mehr davon...hat Laune gemacht.

Ölf Propellas kann man unbedingt weiterempfehlen! Tolle Band, tolle Musik, schöner Abend in einer Kellerlocation mit tollem Flair!

Die Balkonszene spielt auf einem Baum

MOZ, Donnerstag, 02. August 2007

 

Buckow(MOZ): Rund zwei Stunden Bühnenwirbel mit temperamentvollen Dialogen und veblüffenden Einfällen: Mit der Komödie "Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)" setzt der Verein Theaterprojekt Helene heute seine seit zwölf Jahren andauernde Tradition des Sommertheaters in der Märkischen Schweiz fort. Nach den Vorstellungen im Buckower Schlosspark und den Abstechern nach Strausberg ist die Freilichtbühne am Buckowsee des Theaters "untendrunter" nun zum zweiten Mal Spielort.

Gefördert wird das Vorhaben durch die EWE - Stiftung sowie das Land Brandenburg. Zuschauer dürfen sich auf ein echtes Kontrast - Programm, etwa einer Balkonszene auf einem Baum, einem dramatisch - witzigen Kettensägen - Einsatz und auch Mittmach - Aufgaben freuen. Das Publikum trägt deshalb wesentlich zum Gelingen der Open - Air - Abende bei.

Angler auf dem See gehören ebenso zur Kulisse wie das Rauschen des nahen Stobbers oder das Schlagen der Kirchturmuhr.

Königin Fantasie

MOZ vom 10./11.November 2007

 

Mit Gretchen bis an die Schmerzgrenze

MOZ 2.11.2006 / Von Anett Zimmermann

 

Buckow (MOZ) Das im August neu eröffnete Buckower Thea­ter „untendrunter“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Zurzeit fordert dort vor allem ein Stück die Lachmuskeln he­raus: die Komödie „Gretchen 89 ff.“. Aus der anfangs ebenfalls durchaus heiteren szenischen Lesung „Love Letters“ gehen etliche Besucher dagegen nachdenklicher nach Hause. Hierbei handelt es sich um die erste Neuinszenierung, der schon bald eine Weitere folgen soll: „Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens.

So langsam sollten Theaterfreunde daran denken, rechtzeitig Karten zu reservieren, wenn sie ins Buckower Theater „untendrunter“ wollen. So konnte sich Theaterchefin Ila Schöppe am vergangenen Sonnabend erneut über einen bis auf den letzten Platz gefüllten Keller freuen. Einige Buckower haben es sich schon als Pflicht auferlegt, einmal im Monat eine Vorstellung zu besuchen, andere haben die Stücke bereits doppelt und dreifach gesehen, weil sie Freunden und Verwandten das gemeinsame Buckower Theatererlebnis nicht vorenthalten wollten.

Doch wer bei der Eröffnung des Theaters im August dabei war, weiß, dass bei Bedarf natürlich noch Stühle dazugestellt werden können. Bei „Gretchen 89 ff.“ jedenfalls machten es sich jetzt einige Besucher bei einem Glas Wein im Stuhl bequem und ließen sich etwas mehr als eine Stunde lang prächtig unterhalten. Von Ila Schöppe als Gretchen und Hans-Dieter Heiter. Von Goethes Faust freilich ist bei dem Stück von Lutz Hübner nicht viel übrig geblieben: Der Text beschränkt sich auf die Seite 89 und folgende der Reclam-Version und ist dem Programmzettel bis auf das Lied vom König in Thule sogar beigelegt.

Die Gretchenszene hat es aber in sich, erklärt Hübner darin doch humorvoll, warum Theater so ist, wie es ist. Da geht es um die begehrte Rolle selbst, aber auch um Typen von der blutigen Anfängerin mit ihren merkwürdigen Entspannungstechniken, die sich nach der Schauspielschule nun gern mit eigenen Ideen einbringen möchte, bis hin zur Diva, die einen weniger erfahrenen Regisseur an den Rand der Verzweiflung bringen kann. Zumal, wenn dieser dem Assistenten freigegeben hat, der sonst statt des jungen Regisseurs auch als Chauffeur und Kaffeekocher zu fungieren hat. Etwas eingestreutes Lokalkolorit darf ebenso wenig fehlen wie die Theaterkritik, die bei Schauspielern selbst bei Lob aus irgendwelchen Gründen offenbar immer zu mittelschweren Dramen führt.

Ila Schöppe und Hans-Dieter Heiter jedenfalls überraschen bei „Gretchen 89 ff.“ in wechselnden Rollen und auch mit dem Tempo, in dem sie – hinter zwei fahrbaren Kleiderständern versteckt – die Kostüme auf der Bühne tauschen. Und fast scheint es, als würden sich die beiden dabei selbst erheitern.

Als Theaterchefin zeigt sich Ila Schöppe über die Entwicklung der vergangenen Wochen nicht unzufrieden und freut sich auch über erste Anfragen zum Beispiel für Unternehmen zu spielen. So stand gestern die erste „Gretchen 89 ff.“-Aufführung für eine Firma im Theaterkeller auf dem Programm und sind in der Vorweihnachtszeit bereits weitere gebucht.

Dafür würde sich dann unter anderem auch „Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens (Premiere am 26. November) eignen, nach „Love Letters“ das zweite wirklich neue Stück im Theater „untendrunter“. Mit den anderen hatte sich das Team um Ila Schöppe schon an anderen Häusern präsentiert, und so wird es ebenfalls bei dem Kinderstück „Rumpelstilzchen“ (4. bis 8. Dezember) sein. Unterdessen arbeitet Ila Schöppe bereits am Konzept für das nächste Jahr und für neue Stücke. Dabei wird eines in der Handwerker-Szene angesiedelt sein, in das sie – wie sie auf MOZ-Nachfrage erklärte – durchaus auch Erfahrungen aus ihrem Theaterumbau einfließen lässt.

Berührt hätte sie in den vergangenen Wochen immer wieder auch die Reaktion des Publikums. So sei bei „Love Letters“ nach Albert Ramsdell Gurney, dem Briefwechsel zwischen Melissa und Andrew, der Stimmungswechsel deutlich spürbar.  Die beiden Schreiber kennen sich von Kindheit an, mit dem Erwachsenwerden trennen sich jedoch die Wege. Der Kontakt bleibt zwar erhalten, und während er Karriere macht, kämpft sie zunehmend mit dem Alkohol. Das Lachen im Publikum weicht in diesen Szenen manchem Seufzer und auch mancher Träne, denn einige sehen sich da wohl an eigene Schwierigkeiten in Beruf, Alltag oder Umfeld erinnert.

Kartenreservierungen sind unter Telefon/Fax (033433) 5 62 97 oder über Internet www.theateruntendrunter.de möglich. Dort ist unter anderem auch der Spielplan zu finden.

Ila Schöppe als Gretchen und Hans-Dieter Heiter als Regisseur in „Gretchen 89 ff.“. Beide gestalten auch die szenische Lesung „Love Letters“. Foto: Oliver-Konrad Gerbig