Spannend-amüsantes Verwirrspiel

Thomas Berger 25.02.2013 - Red. Strausberg, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Buckow (MOZ) Nichts ist, wie es scheint. Dies darf wohl als der zentrale Satz in der Beschreibung der neuesten Inszenierung am Buckower Theater untendrunter gelten. Volles Haus gab es am Sonnabendabend zur feierlichen Premiere von "Mona & Lisa" - und das Publikum war völlig hingerissen von diesem spannend-amüsanten Verwirrspiel, das bestenfalls bedingt in die Schublade Kriminalkomödie passt, an manchen Stellen beinahe das Zeug zu einem Thriller auf der Bühne hat. Rasant geht es zu, immer wieder neue überraschende Wendungen lassen den Zuschauer wie auch die beiden Schauspielerinnen nicht zur Ruhe kommen.

Mona (Gerda Müller) und Lisa (Ila Schöppe) treffen in einem ärztlichen Wartezimmer aufeinander. Was zunächst als Zufallsbekanntschaft beim gemeinsamen Warten anmutet, stellt sich bald als sorgsam vorbereitete Konfrontation heraus. Wobei dann doch wieder schnell alles anders ist, als man es nun verstanden haben mochte. Arlette Linke, die nicht nur Regie führte, sondern auch für Kostüme und Bühnenbild verantwortlich zeichnet, hat Mona ein durchgestyltes lila Outfit verpasst. Lisa wiederum erstrahlt von Kopf bis Fuß und zu den Fingernägeln in Orange. Nicht nur optisch ein Kontrastpunkt.

Solide Ehefrau, von ihrem Mann hintergangen, ist die eine, heißblütige Geliebte die andere - doch halt, auch an dieser neuen Konstellation, durch wechselseitige Enthüllungen zustande gekommen, tun sich wenige Minuten später schon wieder Zweifel auf. Georg, Horst, Michael: Wie heißt denn nun der Mann, um den es da geht? Oder sind es doch zwei Männer? Ist der Untreue tatsächlich von Mona aus Rache für sein Fremdgehen ermordet worden - "nach dem Frühstück", wenn man ihrer Schilderung zu diesem Detail Glauben schenken darf -, oder war auch das wieder nur für Lisa vorgespielt?

In jedem Fall lohnt es, sich diesen spannungsgeladenen Bühnenspaß aus der Feder von Hernes Schmid anzusehen, bei dem beide Schauspielerinnen zu Höchstform auflaufen. Gelegenheit dazu ist nun am 2., 8., 9., 15. und 16. März, Beginn jeweils um 20 Uhr.

Info: www.theateruntendrunter.de