Komödiantischer Gesellschaftskrimi

"Mona und Lisa" im Theater untendrunter in Buckow


BAB Lokalanzeiger

Buckow (ms) Zunächst ist man in dem kleinen THEATERuntendrunter in Buckow angehalten mitzuhelfen. Denn die Kerzen im Zuschauerraum werden auch von den Gästen gelöscht. Dann heißt es warten, der Vorhang bauscht sich, die Gespräche werden leiser und das Licht geht langsam aus.

Nach einem Vaterunser mit vorgehaltenem Bilderrahmen beginnt dann das eigentliche Stück. Ein überwiegend weiß gehaltenes Wartezimmer mit Sitzmöglichkeiten und Tischchen. Zwei ziemlich gegensätzlich gekleidete Frauen mit ihrem aus Koffern bestehenden Gepäck, beginnen während der Wartezeit ein Gespräch. Erst zögerlich, doch dann nimmt die Geschichte immer mehr Fahrt auf. Diese Story hat es in sich und ist ziemlich schwierig einzuordnen.

Es handelt sich nicht wirklich um einen Krimi und schon gar nicht um einen Thriller. Eher ein überaus amüsantes und temporeiches Verwirrspiel. Was zuerst eher zufällig erscheint, stellt sich schon bald als eine überlegt vorbereitete Racheaktion heraus. Wobei die Situation schnell kippt und sich dann alles auf einmal wieder ganz anders darstellt. Diese Brüche in der Handlung sind gewollt. Immer wieder wird der Zuschauer in die Irre geführt und schließlich eines Besseren belehrt. Dazu passen die in bester Spiellaune agierenden Schauspielerinnen Gerda Müller als „Mona“ und Ila Schöppe als „Lisa“. Sie präsentieren absurde Geschichten rund um die Beziehung zwischen Mann und Frau.

Aber auch das scheint in diesem Stück von Hermes Schmid nicht ganz sicher. Dem Zuschauer bleibt nur die Möglichkeit, atemlos zu schauen wie eine Geschichte nach der anderen ad absurdum geführt wird. Ist der Ehemann von Mona nun fremdgegangen und hat sie ihn dafür nach dem Frühstück umgebracht? Was ist in dem kleinen Koffer? Familienhistorien werden fast ebenso schnell entwickelt und wieder verworfen wie die unterschiedlichen Vornamen der „vermeintlich“ dahin gemeuchelten Ehemänner. Rasant wird hier ein spannungsgeladener Einblick in das komplizierte Geflecht von Beziehungen geliefert, der den Zuschauer des öfteren schmunzeln lässt. Nicht nur die weiblichen Gäste.

Die nächste Möglichkeit das Stück „Mona & Lisa“ oder die Rache ist weiblich, im THEATERuntendrunter zu sehen, ist am 12. und 13. April jeweils um 20 Uhr in Buckow.

Mörderische Komödie

Blickpunkt 20.02.2013

„Mona & Lisa oder Rache ist weiblich“ im THEATERuntendrunter

Buckow. Im Theater Untendrunter geht nach kurzer Spielpause am 23. Februar wieder der Vorhang auf. Gezeigt wird das Stück „Mona & Lisa oder Rache ist weiblich“ von Hermes Schmid.

Haben mehr als nur die Ärztin gemeinsam: Gerda Müller (l.) als Mona und Ila Schöppe als Lisa. Foto: THEATERuntendrunterIm komödiantischen Gesellschaftskrimi, bei dem der Autor sicher schon beim  Schreiben viel Spaß hatte, ist alles plötzlich immer wieder alles ganz anders als es eben noch war. Kulisse für das Stück ist ein Wartezimmer, wo zwei sehr unterschiedliche Frauen aufeinandertreffen. Sie kommen ins Gespräch, womit ein wortwitziges Feuerwerk aus verwobenen, verschrobenen, skurrilen und überraschenden Wendungen gezündet wird. Die Beiden haben jedenfalls mehr als nur dieselbe Ärztin gemeinsam, wofür nicht nur ihre Neigung steht, auch vor dem Gattenmord nicht zurückzuschrecken.

Mona und Lisa listen detailreich fast in Gänze auf, zu was für Beziehungen Menschen zueinander fähig sind. Kein Wunder, dass die Psychopathinnen vorübergehend auch geschwisterliche Gefühle entdecken. Dankbar wird das Publikum auch für das Finale sein, wenn klar wird, was wirklich gespielt wird.

Beginn der Premiere für die Buckower Inszenierung ist am 23. Februar um 20.00 Uhr. Mona wird von Gerda Müller gespielt, Lisa von Theaterchefin Ila Schöppe. Regie, Kostüme und Bühnenbild übernahm Arlette Linke. Weitere Vorstellungen gibt es ab dem 2. März (theateruntendrunter.de).

Spannend-amüsantes Verwirrspiel

Thomas Berger 25.02.2013 - Red. Strausberg, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Buckow (MOZ) Nichts ist, wie es scheint. Dies darf wohl als der zentrale Satz in der Beschreibung der neuesten Inszenierung am Buckower Theater untendrunter gelten. Volles Haus gab es am Sonnabendabend zur feierlichen Premiere von "Mona & Lisa" - und das Publikum war völlig hingerissen von diesem spannend-amüsanten Verwirrspiel, das bestenfalls bedingt in die Schublade Kriminalkomödie passt, an manchen Stellen beinahe das Zeug zu einem Thriller auf der Bühne hat. Rasant geht es zu, immer wieder neue überraschende Wendungen lassen den Zuschauer wie auch die beiden Schauspielerinnen nicht zur Ruhe kommen.

Mona (Gerda Müller) und Lisa (Ila Schöppe) treffen in einem ärztlichen Wartezimmer aufeinander. Was zunächst als Zufallsbekanntschaft beim gemeinsamen Warten anmutet, stellt sich bald als sorgsam vorbereitete Konfrontation heraus. Wobei dann doch wieder schnell alles anders ist, als man es nun verstanden haben mochte. Arlette Linke, die nicht nur Regie führte, sondern auch für Kostüme und Bühnenbild verantwortlich zeichnet, hat Mona ein durchgestyltes lila Outfit verpasst. Lisa wiederum erstrahlt von Kopf bis Fuß und zu den Fingernägeln in Orange. Nicht nur optisch ein Kontrastpunkt.

Solide Ehefrau, von ihrem Mann hintergangen, ist die eine, heißblütige Geliebte die andere - doch halt, auch an dieser neuen Konstellation, durch wechselseitige Enthüllungen zustande gekommen, tun sich wenige Minuten später schon wieder Zweifel auf. Georg, Horst, Michael: Wie heißt denn nun der Mann, um den es da geht? Oder sind es doch zwei Männer? Ist der Untreue tatsächlich von Mona aus Rache für sein Fremdgehen ermordet worden - "nach dem Frühstück", wenn man ihrer Schilderung zu diesem Detail Glauben schenken darf -, oder war auch das wieder nur für Lisa vorgespielt?

In jedem Fall lohnt es, sich diesen spannungsgeladenen Bühnenspaß aus der Feder von Hernes Schmid anzusehen, bei dem beide Schauspielerinnen zu Höchstform auflaufen. Gelegenheit dazu ist nun am 2., 8., 9., 15. und 16. März, Beginn jeweils um 20 Uhr.

Info: www.theateruntendrunter.de

Die heile Stallwelt aus den Angeln gehoben

MOZ 19. November 2012

Buckow (MOZ) "Wohin? Das ist mir egal - nur schaff es weg!" Frustriert, wütend und ein wenig ratlos starrt der Ochse, die überdimensionale Forke in der Hand, auf die Krippe, aus der er eigentlich das Heu in sein Maul schaufeln wollte. Doch das nach einem anstrengenden Tag auf dem Feld zur Stärkung wohlverdiente Abendessen ist erst einmal verhindert: Durch ein menschliches Baby, das da plötzlich in der Futterkrippe liegt. Ein menschliches Findelkind, unverhofft aufgetaucht und die heile, sorgsam eingerichtete Welt von "Ox und Esel", so auch der Titel dieses Bühnenstücks, gehörig durcheinander bringend.

"Schaff es weg!" Die Forderung seines genervten Stallgenossen vernimmt der Esel wohl. Doch so einfach lässt sich dem nicht nachkommen, zumal etwas später auch noch die Soldaten von König Herodes aufgebracht an die Türe klopfen.

Zumeist an Erwachsene wenden sich sonst die Stücke, die im kleinen, beschaulichen Theater untendrunter auf die Bühne kommen. Doch diesmal ist nicht nur die Stimmung familiär, auch die Inszenierung ist für die ganze Familie gedacht. Die tiefere Botschaft, zeigte bereits die Premiere mit zwei Kindern unter den Gästen, wird auch vom jüngeren Publikum bereits verstanden. Dabei kommt die rund einstündige Geschichte keineswegs mit vordergründiger Moral daher, sondern hat die nachdenklichen, tiefsinnigen Untertöne direkt zwischen ganz viel Wortwitz, ironiegespickten Dialogen und sichtlichem Spielspaß auch der beiden Darsteller.
Der junge Berliner Schauspieler Henrik Hänel an der Seite von Intendantin Ila Schöppe bietet mit dieser ein perfektes Paar, das sich ob des unverhofften Problems verbal in den Haaren liegt. Doch nicht nur beim Ochsen setzt irgendwann ein Umdenken ein, und der Zuschauer darf auf den Ausgang gespannt sein.

Karten unter Tel. 033433 56297, alle Termine im Internet unter www.theateruntendrunter.de, zudem ist eine Aufführung für Betriebsfeiern etc. buchba

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Auf Lösungssuche: Ratlos stehen Ox und Esel (Henrik Hänel und Ila Schöppe) in ihrem Stall und überlegen, was mit dem unverhofften Fundstück werden soll. © Thomas Berger

"Abgefahrene" Märchen

Ergebnisse einer Erzählwerkstatt im Theater Untendrunter

16.11.2012  - BlickPunkt » Nachrichten » Archiv

Buckow. Auf den Märchennachmittag, zu dem am 18. November ab 16.00 Uhr in das Theater Untendrunter eingeladen wird, dürften sich die Akteure gut vorbereitet haben. Er ist das Ergebnis eines Werkstatt- und Erzählkunstprojekts, das über einen längeren Zeitraum hinweg unter der Leitung der Germanistin, Theaterpädagogin und Erzählerin Angela Schützler im Theater stattfand. Die acht Teilnehmerinnen wollen nun unter dem Titel „Abgefahren’’ alte Märchen und Sagen eigenwillig präsentieren. Eingeladen sind dazu nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene jeden Alters.

Von den Weltmeeren ins Theater

MOZ: 06.07.2011 - Anett Zimmermann

Buckow (moz): Im Buckower Theater „untendrunter“ sitzt es sich jetzt noch bequemer. Grund sind die neuen Zweisitzer und Clubsessel in hellem Orange. Doch so neu sind die gar nicht, verriet Ila Schöppe nach der Premiere der Komödie „Offene Zweierbeziehung“ am Sonnabend (MOZ berichtete). „Die sind mit der MS Artania schon fast um die ganze Welt gereist“, erzählte die Theaterchefin.

Als das 1984 gebaute Schiff im Frühjahr überholt wurde, sei ein Teil der Ausstattung auch ausrangiert worden. Davon hatte Ila Schöppe gehört und sich um Mobiliar bemüht: „Ich habe eine Konzeption des Theaters einreichen müssen und dann ging alles ganz schnell.“ Letztlich habe sie sich lediglich um den Transport kümmern müssen.

Die Sessel und Sofas würden nun das individuelle und eher familiär-intime Flair des Kellertheaters unterstreichen. „Wir wollen unseren Gästen ja etwas Besonderes bieten, sie verwöhnen“, so Ila Schöppe weiter. Die Premierenbesucher nahmen die neuen Sitzmöbel jedenfalls dankbar an. „Die Stühle zuvor waren manchmal doch etwas hart“, meinte eine Frau, während die Theaterchefin das Ganze mit einem lachenden und weinenden Auge sieht: „Ich finde die Sessel und Sofas toll, einfach gemütlicher, aber sie nehmen doch etwas mehr Platz weg.“ Umso mehr empfehlen sich Kartenreservierungen, damit man nicht wieder weggeschickt werden muss.

Bleibt zu erwähnen, dass demnächst, wenn auch zufällig, eine passende Premiere ansteht: So kann man mit Ila Schöppe ab 2. September auf „Kreuzfahrt“ gehen.